Diese Gleichzeitigkeit ist schwer auszuhalten: Während wir in der Festivalbranche intensiv Ăźber nachhaltige Mobilitätskonzepte diskutieren â setzen viele Festivals im Krisenfall nach wie vor auf das eigene Auto als RĂźckzugsort. JĂźngst etwa jetzt beim Wacken Open Air: Dort wurde am Donnerstag nachts um 1:40 Uhr wegen Unwettern zur Schutzsuche in den Fahrzeugen aufgerufen. Warnblinkanlage an â und hoffen, dass man drin sitzt oder einen Platz findet. (Verschiedene Tageszeitungen berichteten.)
Natßrlich: Sicherheit hat immer Priorität. Aber genau deshalb sollten wir fragen dßrfen:
đĄ Wie zukunftsfähig sind Evakuierungskonzepte, die auf private Fahrzeuge angewiesen sind â gerade bei GroĂveranstaltungen mit zehntausenden Gästen?
đĄ Wie konsequent denken wir Mobilitätswende, wenn sie im Ernstfall an ihre strukturellen Grenzen stĂśĂt?
đĄ Und: Welche resilienten Alternativen braucht es, um Schutzkonzepte klimagerecht weiterzuentwickeln?
đ Festivals sind Labore â auch fĂźr Sicherheitslogistik und Mobilitätsfragen.
Wenn wir ernst meinen, was wir in Sachen Nachhaltigkeit proklamieren, dĂźrfen wir den Ausnahmefall nicht ausklammern. Gerade dann zeigt sich, wie belastbar unsere Konzepte wirklich sind.
đ Wie denkt ihr: Lassen sich nachhaltige Mobilität und sichere Evakuierung klĂźger verzahnen? Kennt ihr gute Beispiele aus der Praxis?


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