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🔍 Klimawandel, Nachhaltigkeit und Veranstaltungssicherheit

Rückblick auf die Diskussionsrunde auf der Best Of Events International

🌦️ Extreme Wetterereignisse, Klimawandel, Krisen – die Eventbranche steht vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen.

In meinem Impuls zur Diskussionsrunde „Wetterextreme, Krisen, Klimawandel – Wie Events sich neu aufstellen müssen“ auf der boe international habe ich drei bewusst zugespitzte Fragen in den Raum gestellt, die nicht isoliert gedacht werden können:

🚗 Mobilität & Sicherheit: Wie nachhaltig können Mobilitätskonzepte sein oder werden, wenn der PKW weiterhin zentraler Bestandteil von Evakuierungsszenarien ist?

🔥🥗 Campsite, Hitze & Versorgung: Wie verändert sich das klassische Festivalgefühl, wenn Hitzeperioden und (Wald-)Brandgefahr dazu führen, dass der Grill kalt bleiben muss und nichts mehr erhitzt werden darf – und folglich auch Einkaufs-, Verpflegungs- und Konsumgewohnheiten neu gedacht werden müssen (z. B. Festivalsupermärkte, kalte Verzehrlogiken, Logistik/Mobilität)?

🧍‍♀️🧍‍♂️ Alleine feiern, Awareness & Verantwortung: Wie müssen sich Festivalstrukturen anpassen, wenn immer mehr Menschen alleine feiern – auch mit Blick auf den Bystander-Effekt (also die Beobachtung, dass in großen, anonymen Gruppensituationen Verantwortung häufig nicht übernommen wird, weil sich niemand explizit zuständig fühlt) sowie auf veränderte Sicherheitswahrnehmungen und neue Anforderungen an Awareness-Konzepte?

🔁 Dabei wird außerdem deutlich: Wenn mehr Menschen alleine anreisen, verschärft das nicht nur Fragen von Sicherheit und sozialer Verantwortung, sondern wirkt direkt zurück auf Mobilitätskonzepte – und damit erneut auf Nachhaltigkeit und Evakuierbarkeit.

Diese Impulse (und noch viele mehr) wurden aus unterschiedlichen professionellen Perspektiven weitergeführt:

💭 Christian Gutmair (erpam gmbh) mit Fokus auf operative Sicherheits- und Evakuierungskonzepte und Versicherungsmöglichkeiten unter veränderten klimatischen Rahmenbedingungen.

💭 Mario Börner von den Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH mit einer Perspektive auf praktische Umsetzbarkeit, Entscheidungsdruck und Schnittstellen zwischen Planung, Betrieb und Sicherheit.

🎙️ Moderiert von Sebastian Otten (GARANDUS Sicherheitsdienste), der die Diskussion konsequent auf Handlungsfähigkeit und Verantwortungsfragen der Branche zugespitzt hat.

🧠 Mein Fazit aus der Runde: Klimaanpassung, Sicherheit, Mobilität und Besucherverhalten lassen sich nicht getrennt betrachten. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sich Events verändern müssen – sondern wie integriert und vorausschauend wir diese Veränderungen gestalten.

🙏 Vielen Dank an die Mitdiskutierenden und an das überwältigend große und interessierte Publikum für die offene, differenzierte Debatte.

Published inNachhaltigkeitSecurity, Safety und Awareness

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