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🎓 Sport trifft Show – aber Festivalmanagement trifft voll daneben

Am Sonntag endeten die FISU World University Games 2025 in Duisburg – mit einer großen Closing Ceremony im Landschaftspark Nord und einem Deichkind-Konzert als fulminantes Finale. Ein kraftvoller Abschluss einer internationalen Sportveranstaltung? Nicht ganz. Aus Perspektive des Festivalmanagements zeigt sich ein anderes Bild.

📌 Zwischen Sportevent und Konzert: fehlendes Besuchendenkonzept
Die Veranstaltung richtete sich an ein internationales, junges Publikum – doch die Wegweiser waren ausschließlich auf Deutsch. Selbst sicherheitsrelevante Hinweise wurden nicht mehrsprachig kommuniziert. Auf dem weitlĂ€ufigen GelĂ€nde selbst: keine Leitsysteme, keine Hinweise zur WegefĂŒhrung oder zur Einlassregelung. Wer zum Konzert wollte, musste sich seinen Weg durch das Areal mĂŒhsam selbst erschließen.

🍟 Teuer, unausgewogen – und an der Zielgruppe vorbei
Das Abschlusskonzert war öffentlich zugĂ€nglich – allerdings nur gegen 39 € Eintritt, ÖPNV inklusive (gut, weil nachhaltig: nicht abwĂ€hlbar). Vor Ort: 0,5 l Bier oder Cola je 7 €, plus 3 € Pfand. Kulinarisch dominierte eine fisch- und fleischlastige Auswahl – Pizza Thunfisch, Salami, Bratwurst in Varianten. Das einzige vegane Gericht: Pommes. Selbst Brezeln waren frĂŒh ausverkauft – lange Schlangen ĂŒberall inklusive.

🎯 Der Anspruch der FISU Games: eine Begegnungsplattform fĂŒr sportive Studierende aus aller Welt zu sein. Die Umsetzung: ein hochpreisiges, unausgewogenes Angebot, das mit den Idealen von Teilhabe, Fairness und Gesundheitsförderung wenig zu tun hatte.

đŸ—‘ïž MĂŒlltrennung nur auf dem Papier
Offiziell sollte Abfall getrennt werden – tatsĂ€chlich war das Gegenteil zu beobachten. Vor allem GastronomiestĂ€nde warfen sichtbar alles in den nĂ€chstbesten BehĂ€lter. Kartonagen, Essensreste, Wertstoffe – alles zusammen. Nachhaltigkeit? Kaum gelebt.

🔎 Was lernen wir daraus?
Großveranstaltungen dieser Art brauchen mehr als starke Bilder. Sie brauchen:
💡 ein durchdachtes, internationales Besuchendenmanagement
💡 ein gesundes, preislich sensibles Gastro-Angebot
💡 ein glaubwĂŒrdiges Nachhaltigkeitskonzept

👉 Als Festivalprofessor sehe ich hier eine vertane Chance: Super, dass sowas in Duisburg stattfindet! Aber was das Festivalmanagement angeht – das wohlgemerkt nicht in den HĂ€nden von Stadt und Landschaftspark lag! –, ist hier in vielen Bereichen noch Luft nach oben. Wer junge, sportliche Zielgruppen aus aller Welt erreichen will, muss deren LebensrealitĂ€t auch ernst nehmen.

Published inFans, GĂ€ste und BesuchendeKommunikation und MarketingNachhaltigkeitÖkonomie und Management

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